MALARIA Notfalltherapie

Sie schützen sich vor Mückenstichen  ( langärmelige Kleider, Socken, geschlossene Schuhe,  Müecken abstossende Mittel, Moskitonetz).

Reisen Sie in Gebiete mit geringem Malariavorkommen  ( blaue Gebiete in der Karte)  OHNE Erreichbarkeit eines Arztes oder eines Spitals innert 48 Stunden, führen Sie ein Malaria Notfallmedikament mit.

Erkranken an Fieber  ( >37,5 Grad C ) ,  nehmen Sie die nachfolgend genannten  Medikament  ein:

Atovaquone plus Spirig HC
( oder alternativ)
Malarone®  4 Tbl pro Tag als Einzeldosis an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.
Atovaquone plus und Malarone enthalten die gleichen Medikamente in gleicher Dosis.

( Riamet® ist eine weitere Alternative:  Dois: Erwachsene: 4Tbl sofort und nach 8h, dann  2 mal täglich 4 Tbl  am Tag1 und Tag 2, Tag 3 und Tag 4.  5 Tage Therapielänge ist sicherer als (nur) 3 Tage

Malaria Notfallmedikament blau  pdf

Die Karte unten zeigt die Gebiete BLAU an, wo eine  Notfalltherapie empfohlen wäre ohne Arzterreichbarkeit innert 48 Stunden.

Malariavorkommen 2018, (Quelle EKRM O. Veit, B.R.Beck),
Die Malariakarte 2019 wird nächstens publiziert (siehe die Seiten 55-60 des Bundesamtes f. Gesundheit CH Ende Juli 2019)

Was muss der HausARZT vor der Verschreibung wissen?
• Unverträglichkeiten von Medikamenten; EKG Veränderungen wie QT Verlängerungen?
•Schwangerschaft, Stillen (Atovaquone plus, Malarone, Riamet);
•(Riamet) in der Herzkurve (EKG): verlängerte „QT Zeit“;

Mögliche Medikamenten Nebenwirkungen

Atovaquon plus Spirig / Malarone®: Bauchweh, Kopfweh, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Husten

Mephaquin

Mephaquin würde ich nicht empfehlen als Notfalltherapie wegen dem höheren Nebenwirkungsrisiko (neuropsychiatrische Symptome), auch wenn im Packungsprospekt als Therapie Mephaquin aufgeführt ist. Das Risiko einer Kumulation im Körper ist noch grösser, wenn bereits Mephaquin als Vorbeugung eingenommen wurde.

August 2019, aktualisiert durch Dr.G.Heeb