MALARIA

Malariakarte mit blauen und grünen  und gelben Regionen.

Malaria ist eine gefährliche Krankheit und wird durch den Stich der (weiblichen Anopheles) Mücke übertragen. DieMalaria – Erreger sind einzellige Organismen  (“ Plasmodien“).  Frühestens 7 bis 10 Tage / meistens 4 bis 8 bis mehr Wochen nach dem Stich können Fieber und weitere Symptome (wie Kopfweh, Gelenkschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Bewusstlosigkeit und Kreislauf Kollaps) auftreten. Erkranken Sie nach der Reise in einem Malariagebiet (Regionen grün oder blau oder gelb in der Karte) an Fieber, müssen Sie den Arzt unverzüglich aufsuchen. Er wird Ihr Blut auf Plasmodien untersuchen lassen.

Malariasituation in der Schweiz (Quelle Bundesamt f. Gesundheit Nov. 2019):  Seit 2014 stieg die Anzahl der registrierten Erkrankten  auf rund 340 pro Jahr. (Vor 2014 betrug diese lediglich 170 Erkrankte pro Jahr).  Weitaus der grösste Teil der Erkrankten infizierten sich in Afrika, an 2. Stelle ist Asien. Leute mit afrikanischen Wurzeln, welche Ihre Angehörigen in Afrika besuchen ohne vorbeugend Malariatabletten einzunehmen, haben ein grosses Risiko, an Malaria zu erkranken!  Aerzte in der Schweiz, welche Menschen mit Migrationshintergrund aus Afrika betreuen, müssen bei Fieber an eine Malariaerkrankung denken und entsprechende diagnostische Massnahmen ergreifen ( cf.  Frage 3 unten)

Wie Sie sich schützen .. .  

reicht nur ein Mückenschutz,  müssen Sie ein  Malaria Notfallmedikament mitführen oder sind Malariatabletten vorbeugend nötig? Dies hängt davon ab, mit welcher Wahrscheinlichkeit Malaria übertragen wird. Entsprechend sind diese Regionen mit den Farben gelb, blau oder grün eingezeichnet.

 

Reisen Sie in Länder mit minimalem Malariarisiko (Regionen GELB in der Karte)

schützen Sie sich vor Mückenstichen;   Malaria ,  Dengue -, Zika -, Chikungunja-, Gelbfieber sowie japanische Encephalitis und weitere Erkrankungen  (wie Loa Loa, Leishmanien, Schlafkrankheit, Flussblindheit) werden seltener übertragen

Das bedeutet:
-langärmelige Kleider in den Abendstunden,  geschlossene  Schuhe, langärmelige Hemden, lange Hosen, Tragen eines Schales,
-Gebrauch von mückenabstossenden Mitteln auf die Haut (Repellentien)  (Anti Insect, Antibrumm, NoBite )
-Verwendung eines (imprägnierten) Moskitonetzes, Imprägnieren  der Kleider mit  (NoBite Textil, Myco Rex)

Für Kinder unter 5 Jahren, Erwachsene über 65 Jahren, für Leute mit geschwächtem Immunsystem (unter Therapie mit Biologika, Chemotherapie, Bestrahlungen, etc) und für Schwangere  ist eine individuelle Risikoabwägung beim Reisemediziner oder Hausarzt notwendig!

 

Reisen Sie in Länder mit geringem Malariarisiko (Regionen BLAU in der Karte)
UND können innert 48 Stunden aerztliche Hilfe bekommen

schützen Sie sich vor Mückenstichen;   Malaria ,  Dengue -, Zika -, Chikungunja-, Gelbfieber sowie japanische Encephalitis und weitere Erkrankungen  (wie Loa Loa, Leishmanien, Schlafkrankheit, Flussblindheit) werden seltener übertragen

Das bedeutet:
-langärmelige Kleider in den Abendstunden,  geschlossene  Schuhe, langärmelige Hemden, lange Hosen, Tragen eines Schales,
-Gebrauch von mückenabstossenden Mitteln auf die Haut (Repellentien)  (Anti Insect, Antibrumm, NoBite )
-Verwendung eines (imprägnierten) Moskitonetzes, Imprägnieren  der Kleider mit  (NoBite Textil, Myco Rex)

Für Kinder unter 5 Jahren, Erwachsene über 65 Jahren, für Leute mit geschwächtem Immunsystem (unter Therapie mit Biologika, Chemotherapie, Bestrahlungen, etc) und für Schwangere  ist eine individuelle Risikoabwägung beim Reisemediziner oder Hausarzt notwendig!

 

Reisen Sie in Länder mit geringem Malariarisiko (Regionen BLAU in der Karte) 
OHNE  innert 48 Stunden aerztliche Hilfe zu bekommen

schützen Sie sich vor Mückenstichen;   Malaria ,  Dengue -, Zika -, Chikungunja-, Gelbfieber sowie japanische Encephalitis und weitere Erkrankungen  (wie Loa Loa, Leishmanien, Schlafkrankheit, Flussblindheit) werden seltener übertragen

Das bedeutet:
-langärmelige Kleider in den Abendstunden,  geschlossene  Schuhe, langärmelige Hemden, lange Hosen, Tragen eines Schales,
-Gebrauch von mückenabstossenden Mitteln auf die Haut (Repellentien)  (Anti Insect, Antibrumm, NoBite )
-Verwendung eines (imprägnierten) Moskitonetzes, Imprägnieren  der Kleider mit  (NoBite Textil, Myco Rex)

UND

führen ein Notfall Medikament mit sich  wie Atovaquon plus Spirig / Malarone / (Riamet),  welches  Sie einnehmen, falls Sie Fieber bekommen (grösser 37,5 Grad C).

Für Kinder unter 5 Jahren, Erwachsene über 65 Jahren, für Leute mit geschwächtem Immunsystem (unter Therapie mit Biologika, Chemotherapie, Bestrahlungen, etc) und für Schwangere  ist eine individuelle Risikoabwägung beim Reisemediziner oder Hausarzt notwendig!

 

Reisen Sie in ein Gebiet mit hohem Malariarisiko (Regionen grün in der Karte)

brauchen Sie  Malariatabletten vorbeugend.  Das heisst, dass Sie während und eine gewisse Zeit nach der Reise Malariatabletten (wie  Atovaquon plus / Malarone / Mephaquin / Doxycyclin) schlucken und sich gegen Mückenstiche schützen.

Für Kinder unter 5 Jahren, Erwachsene über 65 Jahren, für Leute mit geschwächtem Immunsystem (unter Therapie mit Biologika, Chemotherapie, Bestrahlungen, etc) und für Schwangere  ist eine individuelle Risikoabwägung beim Resiemediziner oder Hausarzt notwendig!

5 Fragen von Reisenden

1 „ich reise nach Phuket. Brauch ich etwas?“
für Phuket selbst ist kein Notfallmedikament empfohlen.  Schützen Sie sich vor Mückenstichen (womit Sie sich gegen Dengue Fieber und allenfalls Zika Fieber schützen).
Für andere Regionen von Thailand mit Malariaübertragung soll ein Malarianotfallmedikament mitgeführt werden.

2 „Wir reisen  2 Wo nach Tanzania  (Hochzeitsreise).  Darf ich das, wenn ich schwanger bin ?“
In der Schwangerschaft ist das Komplikationsrisiko erhöht, wenn Sie an Malaria erkranken würden. Es stellt sich die Frage, ob Sie eine andere Destination ohne Malariarisiko wählen. Suchen Sie das Gespräch mit einem  Reisemediziner oder und mit dem  Hausarzt suchen. Falls keine Umbuchung möglich, kann Ihnen der Art ein Medikament geben, das während der Schwangerschaft erlaubt ist. (Mephaquin)

3  „mein Mann stammt aus Nigeria und besucht die  Familie über Weihnachten. Braucht er Malariatabletten?“
unbedingt ja!  Das Malariarisiko ist hoch in den Westafrikanischen Ländern. Eine Prophylaxe ist empfohlen für Familienbesuche.

4  „Als Studentin werde ich ein 3 monatiges Spitalpraktikum in Madagaskar machen. Brauch ich Malariatbaletten?“
Ja!  Sie sollten Malariatabletten vorbeugend einnehmen. Z. Bsp. Atovaquone plus täglich oder Mephaquin wöchentlich.Falls Sie sich für Mephaquin entschieden, sollten Sie ca. 2-3 Dosen vor dem Aufenthalt bzgl. Verträglichkeit testen. Falls Sie ein niedriges Körpergewicht haben, müsste man die Dosis nach unten anpassen, ausserdem muss der Arzt prüfen, ob keine Gegenindikationen vorliegen. Die Kosten für die beiden Medikamente differieren  erheblich. Die Grundversicherung kommt für die Kosten nicht auf.

5 „Ich reise in den Nordwesten von Indien (Agra, Varanasi, Neu Dehli), brauch ich Malariatabletten““
Nein! Sie müssen sich jedoch vor Mückenstichen schützen.

6 „Brauch ich Malariatabletten für den Krügerpark in Südafrika?“
in gewissen Monaten ist das Malariarisiko hoch (September bis Mai). Sie nehmen dann Malariatbl. vorbeugend. Im Mai bis August ist das Risiko gering, weshalb Sie keine Vorbeugung benötigen. Es handelt sich hier um eine saisonale Prophylaxe!

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am 22.07.2019 aktuelle Malaria Karte mit differenzierten Länderskizzen (Seiten 55-60) veröffentlicht.           
aktualisiert  21.11.2019   Dr. G. Heeb